Hochzeitsringe

Wenn sich zwei trauen, … Ringe für ein gemeinsames Leben

Ringe gelten als Symbol ewiger Liebe, weil sie als perfekter Kreis keinen Anfang und kein Ende haben. Dieses Symbol hat eine lange Geschichte, die immer mit Treue und Beschwörung von Liebe zusammenhängt.

Den Ring auf den so genannten „Ringfinger“ zu stecken, haben die Ägypter erfunden. Als Liebesfinger galt der vierte Finger der linken Hand, weil er nach damaligem Verständnis eine Ader direkt mit dem Herzen verband.

Im 16. Jahrhundert gab es bei uns Zwillingsringe, die sich ineinander schieben ließen. Während der Verlobungszeit trugen sie und er einen der Zwillingsringe, bei der Hochzeit wurden dann die beiden Hälften zusammengefügt und dienten als Hochzeitsring für die Frau. (Der Mann brauchte kein sichtbares Zeichen seiner Treue). Im Lauf des 19. Jahrhundert durften dann beide Ehepaare zwei identische Ringe tragen.

Gold, Silber und Platin

Verlobte stecken sich den Verlobungsring an den linken Ringfinger, der Ehering wird an der rechten Hand getragen. Die klassischen Trauringe sind aus hochkarätigem Gold, schmale gerundete Ringe oder flache breite mit Gravur. Auf der Innenseite werden der Name des Partners und das Hochzeitsdatum eingraviert oder Liebesschwüre wie „Dein ist mein Herz“, „In inniger Liebe“.

Eheringe sind fürs gesamte gemeinsame Leben zu zweit gedacht, sie müssen auch noch anlässlich der Goldenen Hochzeit gut aussehen und gefallen; eine Vielzahl der neuen, modernen Eheringe sind mit Diamanten und anderen Edelsteinen geschmückt, verschiedene Metalle bilden raffinierte Muster. Platinringe gehören zu den teuersten, bleiben aber für immer schön wie am ersten Tag,

Weißgold sieht zwar auf den ersten Blick aus wie Silber, ist aber bedeutend härter, verfärbt sich nicht und hat in Kombination mit Gelbgold einen glänzenden Auftritt; Zukunft hat vor allem ein klassisches Modell, auch wenn Ihnen momentan ein extrem modischer Ring besser gefällt, aber der Geschmack ändert sich bekanntlich mit zunehmendem Alter.

Da viele Frauen gerne mehrere Ringe an einer Hand tragen, hat ein schlichter Ehering auch noch den Vorteil, dass er nicht in Konkurrenz mit anderen Ringen tritt. Ein Ring mit auffälligem Design dagegen duldet evtl. nichts neben sich. Auch die Form des Ringes muss berücksichtigt werden, einer schwerer Ring passt nicht zu einer schmalen Hand, umgekehrt ist ein dünner Ring an einer kräftigen Hand fehl am Platz.

Zwei Ringe – Ehering und Diamantring – sehen an langen, schlanken Fingern besonders elegant aus, ein breiter Ring passt nicht zu kurzen Fingern. Laut Juwelier gibt es Gold- und Silbertypen: Zu eher bräunlicher Haut (auch im Winter) passt Gold, eine blasse Haut verlangt nach Platin oder Weißgold. Am meisten werden Gold, Weißgold und Platin zu Eheringen verarbeitet; Silber allein eignet sich nicht besonders, da es weich ist und leicht verkratzt.

Auch reines Gold ist nicht hart genug, um den täglichen Strapazen standzuhalten. Aus diesem Grund werden Edelmetalle mit anderen, härteren Metallen wie Nickel (nicht geeignet bei Allergien!), Silber, Kupfer… zu einer Legierung zusammengeschmolzen, über den Goldgehalt gibt der Stempel auf der Innenseite Auskunft.

333 (= 8 Karat), 33% Goldgehalt
585 (=14 Karat), 58 % Goldgehalt
750 (=18 Karat), 75% Goldgehalt, sehr goldig
833 (= 20 Karat), 83% Goldgehalt mit wenig Beimengen
990 (= 24 Karat), 99% Goldgehalt aus fast reinem Gold, deshalb sehr empfindlich

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