Rückblick degewo WEDDING DRESS #2

Vom 25. Januar bis 10. Februar 2008 bot WEDDING DRESS #2 auf der Brunnenstraße in Berlin-Wedding Anlass für eine Begegnung zwischen Kultur- und Mode-interessierte Menschen.

Den Besuchern von WEDDING DRESS #2 wurde über zwei Wochen hinweg in 25 Ladenlokalen Mode und Kultur geboten. Das große Festival-Café war zentraler Meetingpoint. Hier fanden eine Vielzahl an Partys, Workshops, Ausstellungen, Performances, Filmvorführungen, Theaterabende, Shows und mehr satt. Highlights waren die von den Betreibern des legendären Rio-Clubs ausgerichtete große WEDDING DRESS #2 Party im Tape Club, eine Modenschau von styleserver und die Stylingparty mit streetclash Stylist Jan Joswig.

„Create your own Wedding space“, ein im Vorfeld von der degewo ins Leben gerufener Ideenwettbewerb, hatte junge Berlinerinnen und Berliner dazu aufgerufen sich mit dem urbanen Raum des Brunnenviertels und den Möglichkeiten seiner künftigen Nutzung auseinander zu setzen. Die von einer Jury gekürten vier Gewinner erwartete die über ein Jahr miet- und betriebskostenfreie Nutzung eines Ladenlokals auf der Brunnenstraße und Preisgelder von 1.000 bis 5.000 EUR.

 

Die Gewinner

1. Preis: Projektraum Kulturgymnastik
Stefie Steden und Petra Girsch entwickelten mit Kindern und Jugendlichen im Wedding neue Freizeit- und Lernangebote. Das engagierte Duo plante und realisierte die Projekte, um Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein von jungen Menschen zu wecken, zu stärken und zu fördern. Dabei war ihr Mitbestimmungsrecht bei der Entwicklung von Aktionen und Programmen eine Grundvoraussetzung.

2. Preis: Deco Loco
Moeko Ishida dekoriert unter ihrem Label DECO LOCO trendy Accessoires wie Handys, i-pods und Kopfhörer. Jedem Accessoire gibt sie eine ganz eigene Note und macht es dadurch einzigartig. Der Grundgedanke leitet sich aus einem eindeutigen Bekenntnis zur Individualität ab. Insbesondere Jugendliche wollen ihren eigenen Stil leben und zeigen. Das Konzept passt gut in das Quartier Wedding, wo viele junge Menschen zuhause sind.

3. Preis: RGB
RGB von Lina Müller und Anne Meister war ein Raum für Mode- und Projektdesign und gleichzeitig Kunstgalerie und Bar. Jeden Monat wurde das komplette Ladenlokal in eine neue Farbe getaucht und brachte Abwechslung in den Kiez. Durch das Ineinanderschachteln einer Vielzahl von interessanten und sich immer wieder erneuernden Momenten entstand eine neue räumliche Qualität, die neugierig machte und Besucher anzog.

Sonderpreis: Stop counting – Kunst und Mathematik
Tyyne Claudia Pollmann und Dr. Thoralf Chrobok zeigten mit ihrem Projekt stop counting die meist als eher trocken angesehene Disziplin Mathematik von seiner kreativen und spielerischen Seite. In einem Show- und Erlebnisraum wurde in Form von Installationen, Exponaten, Filmen und interaktiven Spielen, dem Betrachter ein neuartiger, lustbetonter und sinnlicher Zugang zu Abstraktionsprozessen geboten. Der experimentelle Charakter dieses Projektes ließ Jugendliche und Kinder direkt an Prozessen teilhaben und diese dadurch besser verstehen.